Plakat zur Ausstellung
Ausstellungsplakat "Champagner im Atelier"

 

Hannah Bischof — ”Champagner im Atelier"

„Champagner im Atelier“ lautet der Titel der neuen Ausstellung in der Galerie des Kunstvereins Rheinstetten. Gezeigt werden Arbeiten der Berliner Malerin Hannah Bischof. Die Vernissage findet am 29. Mai, um 19 Uhr, statt. Die Laudatio auf die Künstlerin hält der Regisseur und Theatermacher Michael Stacheder.

Hannah Bischof findet die Motive für ihre Bilder, die intuitiv entstehen, oft in der Stadt. Sie lässt sich aber auch durch Musik und Gedichte inspirieren, wie etwa durch Texte von Friedrich Hölderlin oder dem schwedischen Literaturnobelpreisträger Tomas Tranströmer. Ihre Arbeiten sind geprägt von starker Farbigkeit, so auch beim Gemälde „Champagner im Atelier“, das der Ausstellung den Titel gegeben hat und in der Corona-Zeit entstanden ist. Mitunter sind die Werke aber auch in zarten Apricot- oder Blautönen gehalten. Menschen sind selten auf den Bildern zu sehen. Bischofs Darstellungen sind sehr reduziert und geben damit den Betrachtenden Raum für eigene Assoziationen, Gedanken und Träume. Mitunter wirken die Bilder auch wie Träume, was möglicherweise daran liegt, dass die Abbildungen „unscharf“ sind – nicht klar umrissen, nicht abgegrenzt, nicht konturiert. „Das sollen sie auch nicht sein“, sagt Hannah Bischof. „Das Leben ist nämlich auch oft unscharf und hat keine festen Konturen. Und dann kann ich das in meinen Bildern auch nicht so darstellen.“
Die ausgestellten Arbeiten sind in den Jahren zwischen 2015 und 2025 entstanden und ausschließlich in Acryl auf Leinwand ausgeführt.

Hannah Bischof ist 1960 in Berlin geboren und aufgewachsen. Sie hat dort zehn Jahre als Anwältin gearbeitet, bevor sie sich 2008 entschloss, ihre Zulassung zurückzugeben und Malerin zu werden. 2010 hatte sie ihre erste Ausstellung in der Uckermark in Brandenburg, der weitere – Gemeinschafts- und Einzelausstellungen – folgten. Seit 2016 zeigt sie zudem in verschiedenen Städten der Bundesrepublik ihren „Zyklus für Maria“, der die Ermordung ihrer Großmutter Maria Fenski im Rahmen der sogenannten. „Euthanasie“ der Nationalsozialisten thematisiert. Der Gemäldezyklus war im Wintersemester 2024/2025 auch Inhalt eines Lehrauftrags, den die Künstlerin an der Katholischen Hochschule in Münster hatte. Das Bild „Die Klinik“ aus diesem Zyklus war 2025 Teil der Ausstellung „Die dritte Generation. Der Holocaust im familiären Gedächtnis“, die zuerst im Jüdischen Museum Wien und dann im Jüdischen Museum München gezeigt wurde. 

Die Ausstellung "Champagner im Atelier" ist vom 29. Mai bis 19. Juli in der Galerie des Kunstvereins Rheinstetten e.V., Rappenwörthstr. 30, 76287 Rheinstetten zu sehen. Geöffnet ist donnerstags,17-19 Uhr, sowie sonntags,15-18 Uhr. Der Eintritt ist frei.