Abfahrt, Abfahrt!“ - Graffiti und der „Future Soul Train“

Die Februar-Ausstellung des Kunstvereins Rheinstetten zeigt Werke von Giorgio Eazy

In der vergangenen Woche wurde in der Galerie in der Rappenwörthstr. 30 sehr viel gehämmert, geschnitten, gesägt, gebohrt, angemalt und angesprüht. Bis zur Vernissage am Freitag um 19 Uhr soll alles fertig sein – und es sieht gut aus: Die Februar-Ausstellung, vielmehr ein Spektakel rund um Giorgio Eazys Kunstwerke und die Sicht auf das Phänomen und die Kunstform Graffiti.

Giorgio Eazys Exponate visualisieren plastisch die Ästhetik der Metropole von New York City der 1970er Jahre. Die heruntergekommenen Subway Waggons wurden damals zu Magneten für die Graffiti Sprüher. Die Waggons stellten rollende Leinwände dar, die alle Bezirke über die Gleise, die Adern der Metropole, über Tunnels und Brückensysteme erreichten. Der besondere Effekt war nun, dass ein Werk von einem Ort zum anderen gelangte und von allen Menschen der Stadt bewundert werden konnte – weit vor der Erfindung des Internets und der digitalen Bilderflut.

Die aktuelle Ausstellung zeigt daher auch in einer Premiere neben den „analogen“ Graffiti im direkten Vergleich Giorgio Eazys Installation „Future Soul Train“: Ein nachgebauter New-York-Subway-Waggon, die Außenhaut bunt besprüht, im Inneren Sound und Video. Den Betrachter erwartet ein Werk aus Bits und Bytes, aus Entwürfen und Illustrationen, erlebbar in einer 15-minütigen farbenreichen, digitalen Show, randvoll gepackt mit Motiven und Darstellungen von Fahrzeugen, Fantasy-Figuren, Science-Fiction-Welten, Cyberpunk-Raumschiffen, Futuristischer Architektur und dem Ausblick auf ganze Zukunftsstädte.

Die Welt und die Kunst in ihr verändert sich fast zwangsläufig mit den neuen technologischen Möglichkeiten. Aus Sicht von Giorgio Eazy ist das Werk des Künstlers ein stets fortschreitender Prozess, das einzelne Werk für ihn als Kunstschaffenden nur ein Wimpernschlag. Der Künstler sagt: „Vielleicht ändere ich nicht die Welt, aber ich kann mich ändern - Die Kunst bin ich!“

Giorgio Eazy alias Giorgio Silvano ist nicht nur ein erfolgreicher Graffiti-Künstler, sondern hat auch selbst eigene Hiphop-Musik produziert und veröffentlicht. Er und sein künstlerisches Werk haben ihre Wurzeln in der Hiphop-Kultur der 90er Jahre. Giorgio Eazy ist Gründungsmitglied des Kunstvereins Rheinstetten. Er ist Mitglied des Rheinstettener Kunstprojektes "KÜNST" und der sogenannten "Ackerdemie" in der neuen Stadtmitte. Aktuelle Werke aus dem Jahr 2022, Werke im sogenannten „öffentlichen Raum“ der Stadt Rheinstetten sind die Gestaltung des Pumpenhäuschen beim Grießbauch in Forchheim und die Wände des Eingangsbereichs des Gabenlädchen in der Albert-Schweitzer-Schule in Mörsch.

Die Vernissage beginnt am 27.01. um 19 Uhr. Zu sehen ist die anschließende Ausstellung "Graffiti" vom 27. Januar bis zum 26. Februar 2023 in der Galerie des Kunstvereins in der Rappenwörthstr. 30 in Mörsch. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind donnerstags, 17 - 19 Uhr, samstags und sonntags, 15 - 18 Uhr oder nach Absprache: 0172 3489051

Die Visual Show „Future Soul Train Installation“ ist wochentags vom 27.01. bis 26.02.2023 täglich besuchbar, für Schulklassen immer zur vollen und halben Stunde von 10 Uhr bis 16 Uhr, für Jugendhäuser, Vereine, Kunstgruppen und sonstige Einrichtungen von 17 Uhr bis 20 Uhr. An Wochenenden bitte nach Terminabsprache. Es sind 12 Sitzplätze pro Show verfügbar, eine telefonische Gruppenanmeldung direkt beim Künstler unter der Telefonnummer ist daher erforderlich.

Der Eintritt der Ausstellung ist frei.

(Für die Visual Show (siehe oben) wird um einen Spendenbeitrag von EUR 6,- pro Person gebeten. Diese Spende geht an den Künstler und Kunstverein.)

 

PRESSEMITTEILUNG Kunstverein Rheinstetten e.V. – 05.12.2022

„Lust + Liebe + Leidenschaft = Leben“

Eröffnung der Dezember-Ausstellung in der Galerie des Kunstvereins Rheinstetten

Die Stimmung unter den zahlreichen Gästen war heiter und gelassen am Freitagabend, den 2. Dezember in der Rappenwörthstraße 30 in Mörsch. Der Kunstverein Rheinstetten lud zur Vernissage der Ausstellung „Von Lust, Liebe & Leidenschaft“. In seiner Begrüßungsrede erläuterte Thorsten Nees, Mitglied des Vereinsvorstandes, die Bedeutungen und den Zusammenhang der Wörter im Ausstellungstitel und warum jeder Gast, vor allem aber jede/r ausstellende KünstlerIn diese zurecht unterschiedlich interpretieren darf – und muss. „Lust, Liebe und Leidenschaft ergeben zusammen: Leben“. Und so lebendig war auch der gesamte Abend. Peter Heil vom Duo „Spätlesen“ umrahmte – diesmal solo – die Veranstaltung musikalisch. Mundart-Poet Siegfried Trinkle las aus seinem Werk.

Die bunte und bunt gemischte Werkschau zeigt Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von 15 KünstlerInnen des Kunstvereins Rheinstetten. Unter den Exponaten findet sich etwa Marion Sassenhagens Seidenbild „Il Concerto“, als Ausdruck von Musik als ihre Lust, Liebe und Leidenschaft. Daneben ein Tonkopf der Künstlerin Gabriele Berndt mit applizierten Strümpfen und -haltern und dem Titel „Fantasie und Wirklichkeit“. Kuratorin Lilo Hillens weiß die Werke gekonnt und spannungsreich gegenüberzustellen. So sieht man Andrea Bengerts farbkräftiges, florales Acryl „Sinnesrausch“ neben Peter Mayer-Moros martialischer Karrikatur „Gedankenspiele eines Anführers“, Gabriele Schlagers zarte Aktzeichnung „Erotisch“ neben Eduard Bengerts in Stein gehauener „Adam & Eva“. Die Galerie zeigt Kreatives von Aquarell bis Pop-Art, Klein- und Großformatiges der KünstlerInnen Rosemarie Fitterer, Giorgio „Eazy“ Silvano, Lilo „FNX“ Hillens, Elisabeth Schwinge, Ursula Zotzel-Laber, Lydia Pfeiffer, Christa Baier, Wolfgang Krink und Uschi Lumpp.

Fazit: Die Anordnung erscheint als ein Reigen aus Bekanntem, Passendem, Gegensätzlichem und Provozierendem, je nachdem welche Wand und welchen Winkel der Ausstellung man betrachtet. „Von Akt bis Aktion, von artig bis aufregend könnte man sagen“; meint Lilo Hillens nach kurzem Nachdenken dazu. Die zwischen den Kunstwerken gehängten Textfahnen mit den Wortdefinitionen der Worte „Lust“, „Liebe“ und „Leidenschaft“, erinnern den/die AusstellungsbesucherIn jedoch stets und subtil an das gemeinsame Thema.

Zu sehen ist die Ausstellung „Von Lust, Liebe & Leidenschaft" bis zum 15. Januar 2023 in der Galerie des Kunstvereins in der Rappenwörthstr. 30 in Mörsch.

Die Öffnungszeiten sind donnerstags, 17 - 19 Uhr, samstags und sonntags, 15 - 18 Uhr (ausgenommen 24. und 25.12.2022 und 1.1.2023), oder nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 01511 5675445.

Der Eintritt ist frei.

Von Lust, Liebe & Leidenschaft

Einladung Ausstellung Von Lust, Liebe & Leidenschaft

Ab dem 2. Dezember gibt es sie wieder zu sehen: Die Ausstellung der KünstlerInnen-Mitglieder, pünktlich zur Adventszeit und vollgepackt mit bunten, bewegenden, nachdenklichen, gemalten, gehauenen und gezeichneten Ideen. Der Titel der diesjährigen Ausstellung lautet „Von Lust, Liebe & Leidenschaft“ - und lässt viel Spielraum, denn: Die Begriffe sind vielfältig verwendbar und jede Künstlerin und jeder Künstler, aber auch jeder Gast verbindet etwas anderes damit. Bereits im Vorfeld und bei der Auswahl der eingereichten Werke wurde viel diskutiert über das, was man darf und das, was man sollte. „Die Weihnachtszeit steht für Überraschungen“, so Lilo Hillens, Kuratorin des Kunstvereins Rheinstetten, „und haargenau das ist auch das Ziel dieser Werkschau.“

Zu sehen ist die Ausstellung „Von Lust, Liebe & Leidenschaft" vom 2. Dezember 2022 bis zum 15. Januar 2023 in der Galerie des Kunstvereins in der Rappenwörthstr. 30 in Mörsch.

Ausstellende Künstler und Künstlerinnen sind:

Peter Mayer-Moro, Eduard Bengert, Gabriele Berndt, Marion Sassenhagen, Rosemarie Fitterer, Elisabeth Schwinge, Ursula Zotzel-Laber, Lydia Pfeiffer, Christa Baier, Wolfgang Krink und Uschi Lumpp

Vernissage am Fr. 2. Dezember ab 19 Uhr.


Die Öffnungszeiten sind donnerstags, 17 - 19 Uhr, samstags und sonntags, 15 - 18 Uhr, oder nach Vereinbarung unter der Telefonnummer 01511 5675445.

Der Eintritt ist frei

PRESSEMITTEILUNG Kunstverein Rheinstetten e.V. – 31.10.2022

„Erika Jehle präsentiert Mensch-N“

Harmonie der Begegnungen spürbar

Eine Ausstellung der besonderen Art präsentiert der Kunstverein Rheinstetten im November in seiner kleinen und feinen Galerie. Die besondere Art war bereits bei der Vernissage am vergangenen Freitag spürbar: Die Galerie platzte aus allen Nähten und die vielen Besucherinnen und Besucher mussten nach draußen ausweichen. Die 1. Vorsitzende des Kunstvereins Andrea Bengert musste gar ihre Begrüßung zwischen "Tür und Angel" halten, um alle Gäste drinnen wie draußen zu erreichen. Was der Veranstaltung aber nicht schadete, schließlich gesellte sich zu der wunderbaren Kunst ein traumhaftes Spätsommerwetter gepaart mit einer liebevollen Bewirtung und den Klängen des bekannten Duos "Spätlesen", die eigens für diese Veranstaltung individuelle Stücke präsentierten.

Alles in allem machte die Vernissage eben die "Harmonie der Begegnungen" spürbar, wie Laudatorin Elke Kopf in ihrer Rede betonte.

Die ausgestellten Werke der Forchheimer Künstlerin zeigen schemenhaft Menschengruppen, häufig vor grauem Hintergrund. Die Menschen erzählen dabei stumm - jeder einzeln für sich - seine Geschichte. So ist etwa auf einem Gemälde eine stilisierte Familie zu sehen, plus mit einem einzelnen Menschen, der abseitssteht. "Im Dunkeln fordern die Bilder auf das Leben zu sehen", so Elke Kopf.

Allen dargestellten Menschen ist gemeinsam, dass sie keine erkennbaren Gesichtszüge haben. Die Spannung der von Erika Jehle in Acryl und Öl auf Leinwand festgehaltenen Begegnungen ergibt sich aus der Haltung und der Nähe und Weite der Figuren zueinander.

Besonderer Gast der November-Vernissage, Ronald Gundermann, zeigte sich stolz: "Als Sprecher der Mörscher Vereine bin ich froh, dass es den Kunstverein in Rheinstetten und für die RheinstettenerInnen gibt." Der Vereinsvorstandsvorsitzende stellte insbesondere die großartige Möglichkeit der Begegnung heraus, die der Kunstverein bietet. "Eine solche Institution gab es vorher nicht".

Die Ausstellung ist noch bis zum 27.11.2022 in der Galerie des Kunstvereins in der Rappenwörthstr. 30 in Mörsch zu sehen. Die Öffnungszeiten sind donnerstags 17 bis 19 Uhr, samstags und sonntags 15 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung (01575/3392725)

Erika-Jehle-Ausstellungseröffnung mit vielen Gästen
 Laudatorin Elke Kopf - Vorstand Thorsten Nees - Künstlerin Erika Jehle - Vorsitzende Vorstand Andrea Bengert